{"id":3390,"date":"2024-01-09T12:14:05","date_gmt":"2024-01-09T11:14:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.portraittheater.net\/?page_id=3390"},"modified":"2024-02-21T20:12:07","modified_gmt":"2024-02-21T19:12:07","slug":"maria-emhart","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.portraittheater.net\/?page_id=3390","title":{"rendered":"Maria Emhart"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_3391\" style=\"width: 220px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3391\" data-attachment-id=\"3391\" data-permalink=\"http:\/\/www.portraittheater.net\/?attachment_id=3391\" data-orig-file=\"http:\/\/www.portraittheater.net\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/2099672_800.jpg\" data-orig-size=\"587,800\" data-comments-opened=\"0\" data-image-title=\"Portrait\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"&lt;p&gt;Maria Emhart&lt;\/p&gt;\n\" data-large-file=\"http:\/\/www.portraittheater.net\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/2099672_800.jpg\" class=\"wp-image-3391 size-medium\" src=\"http:\/\/www.portraittheater.net\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/2099672_800-220x300.jpg\" alt=\"\" width=\"220\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.portraittheater.net\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/2099672_800-220x300.jpg 220w, http:\/\/www.portraittheater.net\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/2099672_800-132x180.jpg 132w, http:\/\/www.portraittheater.net\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/2099672_800.jpg 587w\" sizes=\"auto, (max-width: 220px) 100vw, 220px\" \/><p id=\"caption-attachment-3391\" class=\"wp-caption-text\">Maria Emhart<\/p><\/div>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Am <strong>27.05.1901<\/strong> wird Maria in Pyhra geboren. Sie w\u00e4chst als \u00e4ltestes von f\u00fcnf Kindern der Landarbeiterin Marie Kreuzer und des Eisenbahners Johann Raps auf. Sie besucht die Volks- und B\u00fcrgerschule.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>1915<\/strong> beginnt sie mit 14 Jahren in der Glanzstofffabrik in St. P\u00f6lten zu arbeiten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>1918<\/strong> tritt sie in die Sozialdemokratische Partei ein.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>1921<\/strong> heiratet sie den Eisenbahner Karl Emhart. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>1930<\/strong> beginnt Maria Emharts politische Aktivit\u00e4t als Betriebsr\u00e4tin. In der Parteischule in Wien lernt sie Rosa Jochmann kennen, mit der sie politisch eng zusammenarbeitet und zeitlebens befreundet ist.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>1931<\/strong> wird sie Vorsitzende des Frauenkomitees in St. P\u00f6lten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>1932<\/strong> wird sie bei der letzten Gemeinderatswahl in der Ersten Republik in den Gemeinderat von St. P\u00f6lten gew\u00e4hlt. Sie organisiert als Mitglied des Spitalausschusses Speisen f\u00fcr Bed\u00fcrftige.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>1934<\/strong> ist sie in f\u00fchrender Funktion in die Februark\u00e4mpfe in St. P\u00f6lten involviert. Sie wird verhaftet und entgeht nur knapp einer standrechtlichen Hinrichtung. Nach 17 Wochen Gef\u00e4ngnis wird sie mangels ausreichender Beweise freigesprochen. Da sie durch den Gef\u00e4ngnisaufenthalt gesundheitlich geschw\u00e4cht ist, organisiert die Genossin Elisabeth Windisch-Graetz (\u201edie rote Erzherzogin\u201c), dass sie in eine Lungenheilanstalt in Davos kommt. Sie wird wegen Hochverrats gesucht und muss unter dem Decknamen \u201eGrete Meyer\u201c zur\u00fcckkommen. Anschlie\u00dfend \u00fcbernimmt sie Aufgaben f\u00fcr die im Untergrund t\u00e4tigen Revolution\u00e4ren Sozialisten in Nieder\u00f6sterreich. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>1935<\/strong> Nach der Br\u00fcnner Reichskonferenz, bei der sie und Karl Hans Sailer den Vorsitz f\u00fchren, wird sie verraten und erneut verhaftet. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Im M\u00e4rz <strong>1936<\/strong> steht sie zusammen mit Karl Hans Sailer als Hauptangeklagte im \u201eGro\u00dfen Sozialistenprozess\u201c vor Gericht. Mit ihnen sind auch Bruno Kreisky, Franz Jonas, Otto Probst, Anton Proksch angeklagt. Der Prozess erlangt weltweit Beachtung. Ihr Mann Karl muss sich von ihr scheiden lassen, um seine Arbeit als Eisenbahner weiter aus\u00fcben zu d\u00fcrfen. Am ersten Prozesstag h\u00e4lt sie eine Rede im Schwurgerichtssaal (\u201eJa, ich bin begeisterte Sozialistin\u201c). Die f\u00fcr sie beantragte Todesstrafe kann wegen schwacher Belastungszeugen nicht durchgesetzt werden. Sie wird zu 18 Monaten Kerker verurteilt, kommt aber durch eine Amnestie im Juli bereits wieder frei.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>1936<\/strong> zieht sie nach ihrer Freilassung wieder zu ihrem Mann in St. P\u00f6lten. Als bekannt wird, dass die Ehe nur zum Schein geschieden wurde, wird ihr Mann strafversetzt. Sie ziehen nach Bischofshofen, wo sie beide bis zu ihrem Lebensende bleiben werden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>1945<\/strong> arbeitet sie gleich nach Kriegsende aktiv am Wiederaufbau und in der Gemeindepolitik in Bischofshofen mit. Als einziges weibliches Mitglied geh\u00f6rt sie der Salzburger Landesparteileitung der SP\u00d6 an und wird, ebenfalls als einzige Frau, in den Salzburger Landtag gew\u00e4hlt, in dem sie 8 Jahre lang als Abgeordnete t\u00e4tig ist.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>1946<\/strong> wird Maria Emhart in Bischofshofen als erste Frau in \u00d6sterreich zur Vizeb\u00fcrgermeisterin gew\u00e4hlt und beh\u00e4lt dieses Amt 20 Jahre lang. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Ab <strong>1953<\/strong> ist sie als Abgeordnete zw\u00f6lf Jahre lang im Nationalrat und arbeitet dort zun\u00e4chst im Landesverteidigungs- und Rechnungshofausschuss, sp\u00e4ter im Justiz- und Verkehrsausschuss.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>1965<\/strong> erkrankt ihr Mann schwer, weshalb sie aus dem Nationalrat ausscheidet. Drei Monate sp\u00e4ter stirbt ihr Mann.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">In den <strong>70er Jahren<\/strong> erh\u00e4lt Maria Emhart zahlreiche Auszeichnungen, u. a. das Ehrenzeichen f\u00fcr Verdienste um die Befreiung \u00d6sterreichs. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>1981<\/strong> Maria Emhart stirbt am 9. Oktober in Bischofshofen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">In Bischofshofen gibt es heute einen Maria-Emhart-Platz, in St. P\u00f6lten eine Maria-Emhart-Stra\u00dfe und in Wien den Maria-Emhart-Weg.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 27.05.1901 wird Maria in Pyhra geboren. Sie w\u00e4chst als \u00e4ltestes von f\u00fcnf Kindern der Landarbeiterin Marie Kreuzer und des Eisenbahners Johann Raps auf. 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