{"id":219,"date":"2016-06-20T11:24:36","date_gmt":"2016-06-20T09:24:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.portraittheater.net\/p\/?page_id=219"},"modified":"2024-01-08T13:52:48","modified_gmt":"2024-01-08T12:52:48","slug":"hannah-arendt","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.portraittheater.net\/?page_id=219","title":{"rendered":"Hannah Arendt"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"764\" data-permalink=\"https:\/\/www.portraittheater.net\/?attachment_id=764\" data-orig-file=\"https:\/\/www.portraittheater.net\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/hannah_portr-01.jpg\" data-orig-size=\"136,144\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}\" data-image-title=\"hannah_portr-01\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/www.portraittheater.net\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/hannah_portr-01.jpg\" class=\"alignnone size-full wp-image-764\" src=\"http:\/\/www.portraittheater.net\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/hannah_portr-01.jpg\" alt=\"hannah_portr-01\" width=\"136\" height=\"144\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"765\" data-permalink=\"https:\/\/www.portraittheater.net\/?attachment_id=765\" data-orig-file=\"https:\/\/www.portraittheater.net\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/hannah_portr-02.jpg\" data-orig-size=\"140,190\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"hannah_portr-02\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/www.portraittheater.net\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/hannah_portr-02.jpg\" class=\"alignnone size-full wp-image-765\" src=\"http:\/\/www.portraittheater.net\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/hannah_portr-02.jpg\" alt=\"hannah_portr-02\" width=\"140\" height=\"190\" srcset=\"https:\/\/www.portraittheater.net\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/hannah_portr-02.jpg 140w, https:\/\/www.portraittheater.net\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/hannah_portr-02-133x180.jpg 133w\" sizes=\"auto, (max-width: 140px) 100vw, 140px\" \/><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Hannah Arendt wurde am 14. Oktober <b>1906<\/b> in Hannover geboren. Sie wuchs in K\u00f6nigsberg als Tochter s\u00e4kularer j\u00fcdischer Eltern auf. Als sie sieben Jahre alt war, starb ihr Vater. Bereits mit 13 Jahren las sie Kants Kritik der reinen Vernunft und Jaspers Psychologie der Weltanschauungen. Die Schule musste sie wegen Differenzen mit einem Lehrer verlassen. Sie ging nach Berlin, wo sie ohne formalen Schulabschluss die Guardini-Vorlesung zur christlichen Theologie besuchte. Zur\u00fcck in K\u00f6nigsberg absolvierte sie als externer Pr\u00fcfling das Abitur.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><b>1924<\/b> begann sie in Marburg Philosophie bei Martin Heidegger, sowie Theologie und Griechisch zu studieren. Der zweifache Familienvater Heidegger und die 17 Jahre j\u00fcngere Studentin verliebten sich ineinander. Auf sein Dr\u00e4ngen hin wechselte sie den Studienort und ging zu Edmund Husserl nach Freiburg im Breisgau. In Heidelberg promovierte sie 1928 \u00fcber den &#8222;Liebesbegriff bei Augustin&#8220;. Ihr Doktorvater war Karl Jaspers, dem sie \u00fcber die Jahre besonders freundschaftlich verbunden blieb.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><b>1929<\/b> heiratete sie G\u00fcnther Stern, der sich sp\u00e4ter G\u00fcnther Anders nannte. <b>1937<\/b> lie\u00df sie sich von ihm scheiden. In Berlin arbeitete sie mit ihrem Mann \u00fcber die deutsche Romantik und erforschte insbesondere das Leben der J\u00fcdin Rahel Varnhagen. In Berlin erlebte sie den Beginn der Nazi-Herrschaft und wurde nach dem Reichstagsbrand und den einsetzenden Verfolgungen selbst politisch aktiv. Sie war f\u00fcr eine zionistische Organisation t\u00e4tig, um die beginnende Judenverfolgung zu recherchieren. Ihre Wohnung diente Fl\u00fcchtlingen als Zwischenstation. Sie kam im Juli 1933 kurz in Gestapo-Haft.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><b>1933<\/b> emigrierte sie zun\u00e4chst nach Frankreich und war in Paris in einer j\u00fcdischen Fl\u00fcchtlingsorganisation aktiv. Hier lernte sie Heinrich Bl\u00fccher kennen, den sie 1940 heiratete. <b>1937<\/b> wurde ihr die deutsche Staatsb\u00fcrgerschaft aberkannt. <b>1939<\/b> gelang es ihr gerade noch, ihre Mutter aus K\u00f6nigsberg in Sicherheit zu bringen. Vom Mai bis Juli <b><\/b>1940 war sie im s\u00fcdfranz\u00f6sischen Lager Gurs interniert. Nach f\u00fcnf Wochen gelang ihr mit anderen die Flucht. Sie blieb einige Zeit in Paris und floh dann weiter in die USA. Das Land wurde ihr zur zweiten Heimat.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Zun\u00e4chst schrieb sie politische Kolumnen f\u00fcr die deutsch-j\u00fcdische Wochenzeitschrift &#8222;Der Aufbau&#8220;. Dann wurde sie Cheflektorin eines Verlags und schlie\u00dflich Leiterin einer Organisation zur Rettung j\u00fcdischen Kulturguts. In dieser Funktion kam sie <b>1949<\/b> erstmals wieder nach Deutschland. <b>1951<\/b> wurde Hannah Arendt amerikanische Staatsb\u00fcrgerin. Im selben Jahr erschien ihr Hauptwerk &#8222;Origins of Totalitarianism&#8220;. Hannah Arendt erhielt eine Professur am New Yorker Brooklin College. Die Zeitschrift &#8222;New Yorker&#8220; schickte sie <b>1961<\/b> zum Eichmann-Prozess nach Jerusalem. Ihre Berichte wurden vor allem von j\u00fcdischer Seite heftig kritisiert, weil sie den Judenr\u00e4ten Mitschuld am Holocaust gab. Ein Jahr sp\u00e4ter erschienen die Beitr\u00e4ge als Buch: &#8222;Eichmann in Jerusalem&#8220;. Der Untertitel wurde zum gefl\u00fcgelten Wort: &#8222;Die Banalit\u00e4t des B\u00f6sen&#8220;. <b>1963<\/b> wurde sie Professorin f\u00fcr politische Theorie an der Universit\u00e4t in Chicago. <b>1970<\/b> ver\u00f6ffentlichte sie ihre Studie &#8222;Macht und Gewalt&#8220;.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Am 4. Dezember <b>1975<\/b> starb sie in New York an einem Herzinfarkt.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hannah Arendt wurde am 14. Oktober 1906 in Hannover geboren. Sie wuchs in K\u00f6nigsberg als Tochter s\u00e4kularer j\u00fcdischer Eltern auf. Als sie sieben Jahre alt war, starb ihr Vater. Bereits mit 13 Jahren las sie Kants Kritik der reinen Vernunft und Jaspers Psychologie der Weltanschauungen. 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