{"id":2399,"date":"2020-10-05T08:56:03","date_gmt":"2020-10-05T06:56:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.portraittheater.net\/?page_id=2399"},"modified":"2024-01-08T13:59:54","modified_gmt":"2024-01-08T12:59:54","slug":"lise-meitner-2-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.portraittheater.net\/?page_id=2399","title":{"rendered":"Caroline Herschel"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_2400\" style=\"width: 244px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2400\" data-attachment-id=\"2400\" data-permalink=\"https:\/\/www.portraittheater.net\/?attachment_id=2400\" data-orig-file=\"https:\/\/www.portraittheater.net\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Caroline-Herschel2.jpg\" data-orig-size=\"1300,1600\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;Credit: Science History Images \/ Alamy Stock Photo&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"Caroline Herschel\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"&lt;p&gt;Shutterstock\/Alamy&lt;\/p&gt;\n\" data-large-file=\"https:\/\/www.portraittheater.net\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Caroline-Herschel2-832x1024.jpg\" class=\"wp-image-2400 size-medium\" src=\"http:\/\/www.portraittheater.net\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Caroline-Herschel2-244x300.jpg\" alt=\"\" width=\"244\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.portraittheater.net\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Caroline-Herschel2-244x300.jpg 244w, https:\/\/www.portraittheater.net\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Caroline-Herschel2-832x1024.jpg 832w, https:\/\/www.portraittheater.net\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Caroline-Herschel2-768x945.jpg 768w, https:\/\/www.portraittheater.net\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Caroline-Herschel2-1248x1536.jpg 1248w, https:\/\/www.portraittheater.net\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Caroline-Herschel2-800x985.jpg 800w, https:\/\/www.portraittheater.net\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Caroline-Herschel2-146x180.jpg 146w, https:\/\/www.portraittheater.net\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Caroline-Herschel2.jpg 1300w\" sizes=\"auto, (max-width: 244px) 100vw, 244px\" \/><p id=\"caption-attachment-2400\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"color: #000000;\">Caroline Herschel Science History Images\/ Alamy<\/span><\/p><\/div>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>Biographie Caroline Herschel<br \/>\n<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Am <strong>16. M\u00e4rz 1750<\/strong> wird sie als Caroline Lucretia Herschel geboren. Sie ist das einzige M\u00e4dchen unter den f\u00fcnf \u00fcberlebenden Kindern von Isaak und Anna Ilse Herschel. Der Vater ist Milit\u00e4rmusiker, die S\u00f6hne bekommen ebenfalls eine Ausbildung als Musiker. Der Vater gibt ihr Geigenunterricht, was von der Mutter nicht gerne gesehen wird, weil sie f\u00fcrchtet, dass Caroline sie \u201edurch zu viel Bildung\u201c ebenso verlassen k\u00f6nnte wie die S\u00f6hne. Der einzige Bruder, der sich um sie k\u00fcmmert, ist Wilhelm.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Ab <strong>1756<\/strong> besucht sie die Garnisonsschule in Hannover, wo sie Schreiben und Lesen sowie Handarbeitsf\u00e4higkeiten lernt. M\u00e4dchen wurden nicht in Rechnen unterrichtet, weshalb sie sich diese Kenntnisse erst sp\u00e4ter erarbeitet. Nach dem Abschluss der Schule will der Vater ihr eine h\u00f6here Erziehung zukommen lassen, die Mutter lehnt dies ab und schickt sie zu einer Wei\u00dfn\u00e4herin, um die Anfertigung von W\u00e4sche f\u00fcr die Familie zu erlernen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>1760<\/strong> erkrankt sie an Typhus, weshalb sie nur zu einer Gr\u00f6\u00dfe von 1,40 Meter heranw\u00e4chst. Ihre Br\u00fcder Wilhelm und Alexander ziehen 1765 nach England, wo sie ihre Dienste als Musiker anbieten. 1766 erh\u00e4lt Wilhelm eine feste Anstellung als Organist in Bath. Im Laufe der Jahre komponiert er u. a. 6 Symphonien.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>1767<\/strong> stirbt ihr Vater. Sie verrichtet f\u00fcr die Mutter Haushaltst\u00e4tigkeiten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>1772<\/strong> Bei einem Besuch schl\u00e4gt Wilhelm vor, dass Caroline zu ihm nach Bath kommt, wo er sie zur S\u00e4ngerin f\u00fcr seine Konzerte ausbilden und als Haush\u00e4lterin besch\u00e4ftigen will. Nachdem er ihrer Mutter eine Leibrente zusagt, von der sie ein Dienstm\u00e4dchen einstellen kann, willigt diese ein. Mit 22 Jahren reist Caroline in einer st\u00fcrmischen \u00dcberfahrt nach England. Ihr Bruder Alexander Herschel wohnt ebenfalls in Bath. Sie arbeitet als Haush\u00e4lterin f\u00fcr ihren Bruder und wird von ihm in Gesang sowie in Geometrie und Mathematik unterrichtet.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>1773<\/strong> beginnt Wilhelm sich immer mehr mit Astronomie zu besch\u00e4ftigen. Er kauft Instrumente und Werkzeug, um Beobachtungen durchf\u00fchren zu k\u00f6nnen. Caroline und Alexander unterst\u00fctzen ihn dabei. Caroline \u00fcbernimmt immer mehr Aufgaben in der Werkstatt und \u00fcbertr\u00e4gt s\u00e4mtliche Beobachtungen in Reinschrift und f\u00fchrt Berechnungen zur Bestimmung der Position der Sterne durch.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>1775<\/strong> Umzug in ein neues Haus in Bath. Auf dem Rasenplatz wird ein Teleskop von rund 6 Meter L\u00e4nge errichtet. Die Konstruktion und der Verkauf von Teleskopen beanspruchen immer mehr ihrer Zeit. Bei der Herstellung und Verwendung der Instrumente kommt es immer wieder zu Unf\u00e4llen. Sie kopiert f\u00fcr ihren Bruder Partituren f\u00fcr das Orchester und studiert seine Werke mit kleinen Ch\u00f6ren ein, dar\u00fcber hinaus hat sie erste kleinere Auftritte. Nach den Konzerten beginnen sie den Nachthimmel zu beobachten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>1777<\/strong> Umzug in ein neues Haus in Bath (19 King Street), das heute als Herschel-Museum besichtigt werden kann.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>1778<\/strong> hat sie ihren ersten gro\u00dfen Auftritt in Bath als S\u00e4ngerin beim Oratorium \u201eMessias\u201c von Georg Friedrich H\u00e4ndel und erh\u00e4lt daf\u00fcr viel Anerkennung.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Am <strong>13. M\u00e4rz 1781<\/strong> entdeckt Wilhelm den Planeten Uranus. Die wissenschaftliche Sensation macht ihn von einem Tag auf den anderen ber\u00fchmt. Der K\u00f6nig bietet ihm an k\u00f6niglicher Hofastronom zu werden mit einem Gehalt von 200 Pfund im Jahr, sodass er nicht mehr als Musiker arbeiten muss und sich ganz auf die Astronomie konzentrieren kann. Caroline gibt ihre musikalische Laufbahn auf und begleitet ihren Bruder als seine Assistentin.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>1782<\/strong> Umzug nach Datchet (nahe Windsor), von wo aus Wilhelm als Hofastronom arbeitet. Auf dem Dach des neuen Hauses ist Platz f\u00fcr Beobachtungen mit einem kleineren Newton-Teleskop, \u201eSweeper\u201c genannt, mit dem Caroline selbstst\u00e4ndig zu arbeiten beginnt. Sie entdeckt 3 neue Nebulae.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>1786<\/strong> Umzug nach Slough. Wilhelm l\u00e4sst ein 13-Meter langes Teleskop errichten. Als es fertig ist, sprechen viele von einem 8. Weltwunder. Allerdings erweist es sich in der Handhabung als viel zu schwerf\u00e4llig und wartungsbed\u00fcrftig.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Am <strong>1. August 1786<\/strong> entdeckt Caroline ihren ersten Kometen (35P\/Herschel-Rigollet). Sie korrespondiert mit Sir Banks von der Royal Society, der daf\u00fcr sorgt, dass ihr \u201ehistorischer Brief\u201c mit der Ank\u00fcndigung eines neuen Kometen ver\u00f6ffentlicht wird. Es ist ihre erste Publikation. Bis 1897 entdeckt sie insgesamt 8 Kometen (5 davon Erstsichtungen), dar\u00fcber hinaus Nebulae und Sternhaufen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>1787<\/strong> wird ihr schlie\u00dflich vom K\u00f6nig ein Gehalt von 50 Pfund im Jahr auf Lebenszeit zuerkannt, nach einem Gesuch ihres Bruders und auf Antrag von Sir Joseph Banks von der Royal Society. Sie ist die erste Frau, die f\u00fcr eine wissenschaftliche T\u00e4tigkeit ein Gehalt bekommt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>1788<\/strong> heiratet Wilhelm die wohlhabende Nachbarin Mary Pitt. Caroline zieht in eine eigene Wohnung. Das Verh\u00e4ltnis zur Schw\u00e4gerin ist gespannt, verbessert sich jedoch mit der Geburt von John Herschel, zu dem sie eine sehr innige Verbindung entwickelt. Sie arbeitet weiter am Observatorium f\u00fcr ihren Bruder und f\u00fchrt selbst\u00e4ndig Beobachtungen durch. Sie \u00fcbertr\u00e4gt und korrigiert die 67 Publikationen von Wilhelm Herschel, wird jedoch nicht als Mitautorin genannt. Ihr Bruder weist allerdings in Berichten darauf hin, welche Himmelserscheinungen von ihr entdeckt werden. Ihre Anerkennung in der astronomischen Welt zeigt sich auch darin, dass sie selbst\u00e4ndig mit Astronomen einen fachlichen Austausch f\u00fchrt, wie z. B. mit dem Hofastronomen Sir Nevil Maskelyne.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>1798<\/strong> pr\u00e4sentiert sie der Royal Society ihre Bearbeitung des John Flamsteed Sternenkatalogs, der gedruckt wird und wof\u00fcr sie sp\u00e4ter einige Auszeichnungen erh\u00e4lt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>1800<\/strong> Wilhelm und Caroline entdecken bei einem Versuch mit einem Glasprisma, dass die Farben des Lichtspektrums unterschiedlich warm strahlen und es sogar \u201eunsichtbares Licht\u201c gibt, das man messen kann und heute als Infrarotstrahlung bekannt ist.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>1822<\/strong> stirbt ihr Bruder Wilhelm. Sie beschlie\u00dft nach Hannover zur\u00fcckzukehren, um ihren Lebensabend bei der Familie ihres Bruders Dietrich zu verbringen. Vom Leben in Hannover ist sie nicht sehr angetan, sie erregt Aufsehen als \u201egelehrte Frau\u201c. Sie bekommt Besuch von ber\u00fchmten Wissenschaftlern wie Carl Friedrich von Gau\u00df und Alexander von Humboldt. Ihrem Neffen John Herschel schickt sie 8 B\u00e4nde wissenschaftliche Manuskripte, damit dieser sie zur Ver\u00f6ffentlichung bringt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>1828<\/strong> erh\u00e4lt sie die goldene Medaille der Royal Astronomical Society und wird 1835 deren Ehrenmitglied. Einige weitere Auszeichnungen, u. a. 1846 von der K\u00f6niglichen Irischen Akademie der Wissenschaften und in Preu\u00dfen die gro\u00dfe goldene Preismedaille f\u00fcr die Erweiterung der Wissenschaften. In Hannover schreibt sie \u201eeine kleine Geschichte ihres Lebens\u201c, die sp\u00e4ter von John Herschels Ehefrau ver\u00f6ffentlicht wird.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Am <strong>9. J\u00e4nner 1848<\/strong> stirbt sie im Alter von fast 98 Jahren in Hannover.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p><span style=\"color: #000000;\"><em>Was w\u00e4re eine Frau ohne Eitelkeit, ja was w\u00e4re ein Mann ohne diese? Der Unterschied ist nur der, dass man sie bei den M\u00e4nnern gew\u00f6hnlich Ehrgeiz nennt. <\/em><cite><br \/>\n<\/cite><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Caroline Herschel<\/span><\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Biographie Caroline Herschel Am 16. M\u00e4rz 1750 wird sie als Caroline Lucretia Herschel geboren. Sie ist das einzige M\u00e4dchen unter den f\u00fcnf \u00fcberlebenden Kindern von Isaak und Anna Ilse Herschel. Der Vater ist Milit\u00e4rmusiker, die S\u00f6hne bekommen ebenfalls eine Ausbildung als Musiker. 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