{"id":2406,"date":"2020-10-05T17:06:13","date_gmt":"2020-10-05T15:06:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.portraittheater.net\/?page_id=2406"},"modified":"2024-01-08T13:59:03","modified_gmt":"2024-01-08T12:59:03","slug":"lise-meitner-2-2-3","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.portraittheater.net\/?page_id=2406","title":{"rendered":"Williamina Fleming"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_2411\" style=\"width: 229px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2411\" data-attachment-id=\"2411\" data-permalink=\"https:\/\/www.portraittheater.net\/?attachment_id=2411\" data-orig-file=\"https:\/\/www.portraittheater.net\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/fleming-williamina.jpg\" data-orig-size=\"342,449\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}\" data-image-title=\"Williamina Fleming\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"&lt;p&gt;\u00a9 HUP Fleming, Williamina (1), olvwork289681. Harvard University Archives.&lt;\/p&gt;\n\" data-large-file=\"https:\/\/www.portraittheater.net\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/fleming-williamina.jpg\" class=\"wp-image-2411 size-medium\" src=\"http:\/\/www.portraittheater.net\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/fleming-williamina-229x300.jpg\" alt=\"\" width=\"229\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.portraittheater.net\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/fleming-williamina-229x300.jpg 229w, https:\/\/www.portraittheater.net\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/fleming-williamina-137x180.jpg 137w, https:\/\/www.portraittheater.net\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/fleming-williamina.jpg 342w\" sizes=\"auto, (max-width: 229px) 100vw, 229px\" \/><p id=\"caption-attachment-2411\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"color: #000000;\">\u00a9 HUP Fleming, Williamina (1), olvwork289681. Harvard University Archives.<\/span><\/p><\/div>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>Biographie Williamina Fleming<br \/>\n<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Am <strong>15. Mai 1857<\/strong> wird Williamina Paton Stevens Fleming in Dundee (Schottland) geboren. Sie ist die Tochter von Mary Walker und Robert Stevens, einem Bildermacher und Vergolder, der sich bereits mit Daguerreotypie besch\u00e4ftigte und so Flemings Interesse an Fotografie weckte.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>1864<\/strong> stirbt ihr Vater.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Bis <strong>1871<\/strong> besucht sie \u00f6ffentliche Schulen in Dundee. Aufgrund der wirtschaftlichen Not und geringer Arbeitsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr die Br\u00fcder beginnt sie mit 14 Jahren als Aushilfslehrerin zu arbeiten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>1878<\/strong> heiratet sie James Orr Fleming, einen 16 Jahre \u00e4lteren Bankangestellten. Sie emigrieren in die USA und lassen sich in Boston nieder. Kurze Zeit sp\u00e4ter wird sie schwanger und ihr Ehemann verl\u00e4sst sie. In den Unterlagen zur Erlangung der US-amerikanischen Staatsb\u00fcrgerschaft gibt sie sp\u00e4ter an, ihr Ehemann sei verstorben.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>1879<\/strong> beginnt sie als Dienstm\u00e4dchen im Hause Pickering in Cambridge (Boston) zu arbeiten. Kurze Zeit darauf \u00fcbernimmt sie erste Rechenaufgaben f\u00fcr Mr. Pickering im Observatorium.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>1881<\/strong> kehrt sie einige Monate nach der Geburt ihres Sohnes Edward zur\u00fcck nach Boston. Sie wird feste Mitarbeiterin am Observatorium und arbeitet dort wie viele andere Frauen als \u201eComputer\u201c (Rechnerin). Dass am Observatorium unter der Leitung Edward Pickering viele Frauen arbeiten, f\u00fchrt dazu, dass manche sich \u00fcber \u201ePickerings Harem\u201c lustig machen. Dank ihrer Arbeit im Institut kann sie einige Jahre sp\u00e4ter ihren Sohn und die Mutter in die USA nachkommen lassen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>1885<\/strong> beginnt sie anhand der Fotografien die Helligkeit von Sternen zu vermessen und ihre Position zu errechnen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>1886<\/strong> Nachdem ihre Vorgesetzte Nettie Farrar das Observatorium verl\u00e4sst, wird sie mit der Aufsicht \u00fcber die Rechnerinnen beauftragt. Sie beginnt die Draper-Platten zu analysieren und die Sternspektren auszuwerten. Der Direktor ermutigt sie, die seit 1866 existierende Sternklassifikation von Pater Angelo Secchi zu erweitern. Sie unterteilt die Sterne in 17 Kategorien und ersetzt die r\u00f6mischen Ziffern durch Buchstaben. Annie Jump Cannon ver\u00e4ndert sp\u00e4ter noch einmal die Sternklassifikation, indem sie einige Spektralklassen fallen l\u00e4sst und manche zusammenfasst, sodass die Abfolge mit OBAFGKM festgelegt ist. Diese Klassifikation wird sp\u00e4ter von der astronomischen Community \u00fcbernommen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>1888<\/strong> wird Antonia Maury als Rechnerin eingestellt, Fleming beauftragt sie mit der Auswertung von lichtstarken Spektren. Fleming beklagt sich \u00fcber die allzu ausf\u00fchrlichen Beschreibungen die Maury macht, sch\u00e4tzt jedoch ihre Genauigkeit, die zu einigen Entdeckungen von Sternen f\u00fchrt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>1890<\/strong> wird der von ihr vorbereitete Draper-Katalog der Sternspektren in Band 27 der Annalen der Universit\u00e4t publiziert. Daf\u00fcr hat sie mehr als 10.000 Sterne klassifiziert und einen Katalog von 400 Seiten zusammengestellt. Der Katalog wird im Laufe der Jahre von Antonia Maury und Annie Jump Cannon erweitert.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>1893<\/strong> beaufsichtigt sie die \u00dcbersiedlung von 30.000 Glasplatten in das neue, brandsichere \u201eBrick Building\u201c. Sie entdeckt ihre erste Nova auf Platten aus Arequipa (Peru). F\u00fcr die Weltausstellung in Chicago bereitet sie den Beitrag \u201eA Field for Woman\u2019s Work in Astronomy\u201c vor.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>1895<\/strong> entdeckt sie zwei Novae, wor\u00fcber der neue Harvard-Rundbrief berichtet. Insgesamt entdeckt sie 10 Novae, 310 Ver\u00e4nderliche und 59 Gasnebel. Zu ihren bekanntesten Entdeckungen z\u00e4hlt der Pferdekopfnebel im Sternbild Orion.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>1896<\/strong> kommt Annie Jump Cannon als Forschungsassistentin ans Institut. Um ihre finanzielle Lage zu verbessern, bietet Fleming ihr ein Zimmer in Untermiete an, was die beiden Frauen auch dazu n\u00fctzen, abends noch astronomische Fragen zu besprechen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>1899<\/strong> wird sie Kuratorin der Astrofotografie und erh\u00e4lt somit als erste Frau einen Titel an der Harvard Universit\u00e4t. Sie hat die Aufsicht \u00fcber die mittlerweile rund 20 Harvard-Rechnerinnen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>1906<\/strong> wird sie Ehrenmitglied der Royal Astronomical Society. Weitere Auszeichnungen erh\u00e4lt sie u. a. vom Wellsley College und der Society Astronomique de France.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>1907<\/strong> wird sie US-amerikanische Staatsb\u00fcrgerin. Sie publiziert \u201eA Photographic Study of Variable Stars\u201c in Band 47 der Annalen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Am <strong>21. Mai 1911<\/strong> stirbt sie in Boston nach einer Lungenentz\u00fcndung.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>1970<\/strong> wurde der Mondkrater Fleming nach ihr benannt.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p><span style=\"color: #000000;\"><cite>Verschwendet der Direktor je einen Gedanken daran, dass ich ebenso wie die M\u00e4nner f\u00fcr ein Haus und eine Familie aufkommen muss? Und das nennt sich nun ein aufgekl\u00e4rtes Zeitalter!<\/cite><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Williamina Fleming<\/span><\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Biographie Williamina Fleming Am 15. Mai 1857 wird Williamina Paton Stevens Fleming in Dundee (Schottland) geboren. Sie ist die Tochter von Mary Walker und Robert Stevens, einem Bildermacher und Vergolder, der sich bereits mit Daguerreotypie besch\u00e4ftigte und so Flemings Interesse an Fotografie weckte. 1864 stirbt ihr Vater. 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