{"id":648,"date":"2016-06-01T19:13:04","date_gmt":"2016-06-01T17:13:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.portraittheater.net\/p\/?page_id=477"},"modified":"2024-01-08T13:53:17","modified_gmt":"2024-01-08T12:53:17","slug":"hedy-lamarr","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.portraittheater.net\/?page_id=648","title":{"rendered":"Hedy Lamarr"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"768\" data-permalink=\"https:\/\/www.portraittheater.net\/?attachment_id=768\" data-orig-file=\"https:\/\/www.portraittheater.net\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/hedy_portr-02.jpg\" data-orig-size=\"153,200\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"hedy_portr-02\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/www.portraittheater.net\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/hedy_portr-02.jpg\" data-large-file=\"https:\/\/www.portraittheater.net\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/hedy_portr-02.jpg\" class=\"alignnone size-full wp-image-768\" src=\"http:\/\/www.portraittheater.net\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/hedy_portr-02.jpg\" alt=\"hedy_portr-02\" width=\"153\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.portraittheater.net\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/hedy_portr-02.jpg 153w, https:\/\/www.portraittheater.net\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/hedy_portr-02-138x180.jpg 138w\" sizes=\"auto, (max-width: 153px) 100vw, 153px\" \/><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\">( Lizenz: CC0 Public Domain )<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><b>1914<\/b> Am 9. November wird Hedwig Eva Maria Kiesler in Wien geboren. Ihr Vater Emil Kiesler war Bankdirektor, die Mutter Gertrud, geb. Lichtwitz, Konzertpianistin. Beide Elternteile waren Juden. Zun\u00e4chst wohnen sie im 2. Bezirk, sp\u00e4ter dann im 19. Bezirk in Wien.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><b>1930<\/b> Sie schleicht sich heimlich von der Schule, um bei einer Filmfirma zu arbeiten. Nachdem sie die Schule abgebrochen hat, spielt sie erstmals eine kleine Rolle im Film &#8222;Geld auf der Stra\u00dfe&#8220;. Schon in ihrem dritten Film &#8222;Man braucht kein Geld&#8220; mit Heinz R\u00fchmann und Hans Moser hat sie eine Hauptrolle. Sie spielt Theater, u. a. bei Max Reinhardt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><b>1933<\/b> Der tschechoslowakisch-\u00f6sterreichische Film &#8222;Symphonie der Liebe&#8220; (&#8222;Ekstase&#8220;) ist aufgrund ihrer Nacktszene ein Skandal. Noch mehr als diese Szene, sorgt eine Liebesszene, die ihr sexuell erregtes Gesicht w\u00e4hrend eines Orgasmus zeigt, f\u00fcr Aufsehen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><b>1933<\/b> heiratet sie den reichen Wiener Industriellen Fritz Mandl, der ihr das Filmen verbietet. Anl\u00e4sslich ihrer Hochzeit, verlangt er von ihr, dass sie vom j\u00fcdischen zum katholischen Glauben \u00fcbertritt. Am gemeinsamen Wohnsitz, Schloss Schwarzenau in Nieder\u00f6sterreich, verkehrt Prominenz wie \u00d6d\u00f6n von Horv\u00e1th oder das Ehepaar Franz und Alma Werfel. Mandl war Waffenfabrikant, der auch mit dem nationalsozialistischen Deutschland und dem faschistischen Italien Gesch\u00e4fte machte. Bei Gesch\u00e4ftsbesprechungen \u00fcber Waffen ist sie eine stumme, aber aufmerksame Zuh\u00f6rerin. 1937 flieht sie vor ihm nach Paris, und von dort nach London. Insgesamt heiratet sie sechs Mal (Fritz Mandl, Gene Markey, Sir John Loder, Teddy Stauffer, W. Howard Lee, Lewis J. Boles), daneben hat sie zahlreiche Aff\u00e4ren. Aus den Beziehungen sind drei Kinder hervorgegangen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><b>1937<\/b> wird sie in London von Louis B. Mayer entdeckt und f\u00fcr MGM unter Vertrag genommen. Sie nimmt den K\u00fcnstlernamen Hedy Lamarr an (als Referenz an den Stummfilmstar Barbara La Marr). MGM vermarktet sie als &#8222;sch\u00f6nste Frau der Welt&#8220;.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><b>1938<\/b> schafft sie durch die Mitwirkung in dem Streifen &#8222;Algiers&#8220; an der Seite von Charles Boyer eine Sensation. Praktisch \u00fcber Nacht kopiert jede Schauspielerin ihre Mittelscheitel-Frisur, br\u00fcnett wird zur Modefarbe der sp\u00e4ten Drei\u00dfigerjahre, das Tragen eines Hutes und anderer Kopfbedeckungen wird zu ihrem Markenzeichen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><b>1942<\/b> Hedy Lamarr, die sich als Gegnerin des Nationalsozialismus im Zweiten Weltkrieg auf die Seite der Alliierten stellt, entwickelt eine patentierte Funkfernsteuerung f\u00fcr Torpedos. Zu der Erfindung kommt es durch die Zusammenarbeit mit dem Komponisten George Antheil, der bei einem seiner Werke f\u00fcr 16 mechanische Klaviere mittels identischer Lochkarten gleichzeitige Frequenzwechsel erreichte und dieses System mit ihr f\u00fcr die Torpedosteuerung adaptierte. Mit Unterst\u00fctzung eines Professors f\u00fcr Elektrotechnik am &#8222;California Institute of Technology&#8220; bereiten sie das Patent zur Anmeldung vor. Am 11. August 1942 wird es vom Patentamt bewilligt. Das Patent wird jedoch vom US-Milit\u00e4r nicht umgesetzt. Erst in der heutigen Kommunikationstechnik kommt der gleichzeitige Frequenzwechsel (&#8222;frequency-hopping&#8220;), zum Beispiel bei Bluetooth-Verbindungen oder mit der GSM-Technik, zur Anwendung.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><b>1949<\/b> ihr gr\u00f6\u00dfter kommerzieller Erfolg ist der Film &#8222;Samson und Delilah&#8220;, bei dem Cecil B. DeMille Regie f\u00fchrte. Sie gr\u00fcndet ihre eigene Produktionsfirma.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><b>1958<\/b> dreht sie ihren letzten Film.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><b>1965<\/b> wird sie in Los Angeles wegen Ladendiebstahls angezeigt. 1991 wird sie in Florida wegen des gleichen Delikts in Haft genommen. Durch ihren freiwilligen Verzicht auf Verteidigung und der Einwilligung zu einem Jahr Bew\u00e4hrungszeit wird auf eine Anklage verzichtet.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><b>1967<\/b> erscheint ihre Autobiographie &#8222;Ecstasy and Me&#8220;, sie verklagt jedoch den Ghostwriter wegen des Inhalts.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><b>1997<\/b> verleiht ihr die Electronic Frontier Foundation den EFF Pioneer Award in W\u00fcrdigung ihrer und Antheils Erfindung.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><b>2000<\/b> Am 19. Januar stirbt sie in Altamonte Springs, Florida. Ein Teil ihrer Asche wird gem\u00e4\u00df ihrem Wunsch in einem Waldst\u00fcck in Wien verstreut. Der Tag der Erfinder wird ihr zu Ehren an ihrem Geburtstag am 9. November gefeiert.<\/span><\/p>\n<blockquote><p><span style=\"color: #000000;\">Jedes M\u00e4dchen kann glamour\u00f6s sein. Du musst nur still stehen und dumm schauen.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"><cite>Hedy Lamarr<\/cite><\/span><\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>( Lizenz: CC0 Public Domain ) 1914 Am 9. November wird Hedwig Eva Maria Kiesler in Wien geboren. Ihr Vater Emil Kiesler war Bankdirektor, die Mutter Gertrud, geb. Lichtwitz, Konzertpianistin. Beide Elternteile waren Juden. Zun\u00e4chst wohnen sie im 2. Bezirk, sp\u00e4ter dann im 19. Bezirk in Wien. 1930 Sie schleicht sich heimlich von der Schule,&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":217,"menu_order":1,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"tags":[13],"class_list":["post-648","page","type-page","status-publish","hentry","tag-hedy-lamarr","empty-entry-meta"],"jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.portraittheater.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/648","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.portraittheater.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.portraittheater.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.portraittheater.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.portraittheater.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=648"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.portraittheater.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/648\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3308,"href":"https:\/\/www.portraittheater.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/648\/revisions\/3308"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.portraittheater.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/217"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.portraittheater.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=648"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.portraittheater.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=648"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}